Nadia Murad wurde mit dem französischen "Légion d'honneur" ausgzeichnet
Nadia Murad, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, wurde am 21. April im Élysée-Palast von Präsident Emmanuel Macron mit der höchsten nationalen Auszeichnung Frankreichs –der Légion d'honneur – geehrt.
Die Auszeichnung würdigt Personen, deren Wirken ein außergewöhnliches Engagement für die Werte Würde, Gerechtigkeit und Menschlichkeit widerspiegelt. Mit der Verleihung würdigte Frankreich Murads weltweite Führungsrolle bei der Förderung von Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht für Überlebende konfliktbezogener sexualisierter Gewalt sowie ihren Einsatz dafür, dass die Stimmen der Überlebenden die internationalen Reaktionen auf diese Verbrechen mitbestimmen.
In den letzten Jahren hat Murad mit Regierungen, multilateralen Institutionen und der Zivilgesellschaft zusammengearbeitet, um von Überlebenden geleitete Ansätze für Gerechtigkeit und Heilung zu fördern. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, dass international zunehmend anerkannt wird, dass konfliktbezogene sexualisierte Gewalt kein Nebeneffekt des Krieges ist, sondern oft bewusst eingesetzt wird – und dass sinnvolle Maßnahmen die Überlebenden in den Mittelpunkt stellen, Rechenschaft einfordern und in langfristige Heilung investieren müssen.
„Ich bin Präsident Macron und Frankreich für diese Ehrung zutiefst dankbar“, sagte Murad. „Frankreich hat Führungsstärke bewiesen, durch den Einsatz für Überlebende und Förderung von Gerechtigkeit. Diese Anerkennung gilt nicht nur mir – sie gebührt allen Überlebenden, die ihre Stimme erhoben haben, und all jenen, die weiterhin Gerechtigkeit suchen und ihr Leben neu aufbauen. Ich werde meine Stimme weiterhin einsetzen, um Überlebende auf der ganzen Welt zu unterstützen und sicherzustellen, dass diese Verbrechen niemals ignoriert werden.“
Während der Zeremonie hob Präsident Macron Murads Mut und ihre unermüdlichen Bemühungen hervor, Rechenschaftspflicht voranzutreiben, die Führungsrolle von Überlebenden zu stärken und von Konflikten betroffene Gemeinschaften zu unterstützen. Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, eine breitere globale Bewegung zu formen, die sich auf Gerechtigkeit, Prävention und langfristigen Wiederaufbau konzentriert – eine Bewegung, die Überlebende zunehmend nicht nur als Zeuginnen und Zeugen von Ungerechtigkeit, sondern als Vorreiter beim Aufbau wirksamerer und humanerer Maßnahmen anerkennt.
Für Nadia’s Initiative spiegelt dieser Moment das wachsende internationale Engagement für überlebendenzentrierte Ansätze wider – und die anhaltende Notwendigkeit, Anerkennung in Taten umzusetzen. Weltweit warten Überlebende immer noch auf Gerechtigkeit, auf Wiedergutmachung und auf die Unterstützung, die sie benötigen, um ihr Leben in Würde wiederaufzubauen.
Murads Arbeit – und die Arbeit von Nadia’s Initiative – setzt sich fort, wobei dieses Ziel im Mittelpunkt steht.