Nadia Murad trifft führende Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments, um Gerechtigkeit und Unterstützung für Überlebende voranzubringen
Am 4. Februar 2026 traf sich Nadia Murad mit Parlamentspräsidentin Roberta Metsola im Europäischen Parlament in Brüssel zu hochrangigen Gesprächen über Gerechtigkeit, Rechenschaftspflicht und Unterstützung für Überlebende konfliktbezogener sexualisierter Gewalt.
An dem Treffen nahmen wichtige parlamentarische Verteterinnen und Vertreter teil, darunter David McAllister, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (AFET), Mounir Satouri, Vorsitzender des Unterausschusses für Menschenrechte (DROI), Terry Reintke, Ko-Vorsitzender der Fraktion der Grünen/Europäische Freie Allianz, und Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Sophie Wilmès. Gemeinsam erörterten sie Möglichkeiten, wie die Europäische Union ihre Bemühungen um Gerechtigkeit für die Jesidinnen und Jesiden verstärken und den Schutz für gefährdete Gemeinschaften verbessern kann, welche von Krieg und Verfolgung betroffen sind.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Rechenschaftspflicht nach dem Völkermord, den der sogenannte Islamische Staat an den Jesidinnen und Jesiden im Irak begangen hat, und die Frage, durch welche Mechanismen Gerechtigkeit für die Überlebenden und die Unterstützung der laufenden Ermittlungen und Gerichtsverfahren gewährleistet werden können. Die nachhaltige und freiwillige Rückkehr Tausender Jesiden, die nach wie vor in Lagern leben, wurde ebenfalls als Priorität genannt, ebenso wie die Notwendigkeit eines langfristigen Wiederaufbaus und Sicherheitsgarantien in ihren Heimatregionen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle der EU bei der Unterstützung von Opfern konfliktbezogener sexualisierter Gewalt und Menschenhandel. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihre gemeinsame Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte, die Bekämpfung der Straflosigkeit und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der betroffenen Gemeinschaften.