Erklärung von Nadia's Initiative zur Ermordung von Yanar Mohammed
Photo: UN Women / Ryan Brown
Nadia's Initiative ist zutiefst erschüttert und alarmiert über die Ermordung der bekannten irakischen Frauenrechtsaktivistin Yanar Mohammed. Sie war eine mutige und unerschütterliche Verfechterin von Frauenrechten und Menschenwürde im Irak, und ihre Arbeit inspirierte viele Menschen im ganzen Land und darüber hinaus.
Ihre Ermordung ist eine erschütternde Erinnerung an die ernsthaften Risiken, denen Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger ausgesetzt sind, insbesondere Frauen, die sich gegen Gewalt, Diskriminierung und Ungerechtigkeit aussprechen. Seit Jahren arbeiten Aktivistinnen und Aktivisten im Irak in einem Umfeld, in dem Drohungen und Angriffe straffrei bleiben. Wenn diejenigen, die sich für Grundrechte einsetzen, zur Zielscheibe werden, schwächt dies nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch die Grundlagen von Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht.
Wir fordern die irakischen Behörden auf, eine gründliche, unabhängige und transparente Untersuchung durchzuführen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Der Schutz von Menschenrechtsverteidigern ist eine zentrale Verpflichtung jeder Regierung und ein wesentlicher Schritt zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit.
Nadia's Initiative steht in Solidarität mit ihrer Familie, ihren Kolleginnen und Kollegen sowie allen irakischen Aktivistinnen und Aktivisten, die sich – oft unter großem persönlichen Risiko – weiterhin für Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen. Ihre Stimmen dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden.