Nadia mit dem „2025 Abely Leading Women and Children to Safety Award” ausgezeichnet

Letzte Woche erhielt Nadia Murad in New York den „2025 Abely Leading Women and Children to Safety Award” für ihren unermüdlichen Einsatz für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt.

Seit fast drei Jahrzehnten würdigen die Abely Awards, die von Davis Polk & Wardwell LLP, Sanctuary for Families und der Columbia Law School ins Leben gerufen wurden, Personen, deren Mitgefühl, Energie und Engagement den Geist und das Vermächtnis von Maryellen Abely widerspiegeln, nach welcher der Preis benannt ist.

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Delwas Geschichte: Träume wieder zum Leben erwecken im NI Frauenzentrum

Für Delwas hat der Völkermord an der jesidischen Gemeinschaft im Jahr 2014 ihre Kindheitsträume zerstört, die sie einst mit ihren Freundinnen und Freunden geteilt hatte. Heute holt sie sich diese Träume im NI Women’s Center zurück, indem sie Englischkurse besucht, welche dort in Zusammenarbeit mit Jesuit Worldwide Learning angeboten werden.

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„Reflexion reicht nicht aus“: Nadia ruft bei der UN-Generalversammlung zum Handeln auf

Anlässlich der Eröffnung der hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung kamen weltweit führende Vertreterinnen und Vertreter zusammen, um den 30. Jahrestag der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform zu begehen – der ehrgeizigsten globalen Verpflichtung zu Frauenrechten und Geschlechtergleichstellung.

Bei diesem historischen Anlass erinnerte Nadia Murad eindringlich daran, dass Reflexion allein nicht ausreicht.

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Restaurierung der Tempelanlage Pirafat im Dorf Qeni

In diesem Jahr hat Nadia's Initiative mit Unterstützung der ALIPH-Stiftung die Tempelanlage Pirafat im Dorf Qeni restauriert. Das Projekt schützt eine der wichtigsten heiligen Stätten der Jesidinnen und Jesiden in Sindschar und sorgt dafür, dass sie als dynamischer Ort der Erinnerung, Heilung und kulturellen Beständigkeit erhalten bleibt.

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Nadia nimmt am Welttreffen für menschliche Geschwisterlichkeit im Vatikan teil

Am vergangenen Wochenende nahm Nadia zusammen mit anderen globalen Persönlichkeiten des Wandels im Vatikan am Weltkongress für menschliche Geschwisterlichkeit teil, einer Veranstaltung, die von Papst Franziskus' Enzyklika Fratelli Tutti inspiriert wurde. Ziel der Veranstaltung ist es, engagierte Menschen für positiven Wandel – unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Weltanschauung und ihrer Zugehörigkeit – zusammenzubringen, um eine globale Bewegung für Geschwisterlichkeit und Frieden zu fördern und gemeinsam an der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen zu arbeiten.

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Ghazal ehren: Ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Würde

Im Sommer 2014, während des Völkermords an den Jesiden, wurde Ghazal vom IS entführt und in ein Dorf nahe Tal Afar verschleppt. In einer kalten Dezembernacht unternahm sie einen waghalsigen Fluchtversuch. Doch Erschöpfung und der bittere Winter beendeten ihre Reise, bevor sie in Sicherheit gelangen konnte. Anwohner eines nahegelegenen Dorfes begruben sie an dem Ort, an dem sie zusammenbrach – ohne Grabstein.

Nach über einem Jahr engagierter Arbeit erhielt Nadia’s Initiative schließlich die Genehmigung, ihre Überreste zu exhumieren.

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Geschichten von Überlebenden: Sari – Die Frau, die die Welt getragen hat

Als der IS im August 2014 in Sindschar einfiel, verschwand Saris Ehemann spurlos. Schwanger und umklammert von ihren fünf verängstigten Kindern wurde sie in die Gefangenschaft verschleppt. In den folgenden drei Jahren erlebte sie den Tod ihres neugeborenen Sohnes, Versklavung und unvorstellbare Grausamkeit. Als Sari schließlich entkam, verbrachte sie mit ihren Kindern weitere drei Jahre in einem Vertriebenenlager – allein, erschöpft und jeden Tag ums Überleben kämpfend. Und als sie nach Sindschar zurückkehrte, war von ihrem Zuhause nichts mehr übrig. Nur Trümmer, Stille und Dunkelheit.

Und doch stand sie wieder auf.

Saris Geschichte ist nicht nur eine des Überlebens. Sie ist ein Zeugnis für die Stärke der jesidischen Frauen – und für die unerschütterliche Kraft der Mutterschaft.

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Flora HAPKEMEYER
Statement von Nadia’s Initiative zum 11. Jahrestag des Völkermords an den Jesiden

Heute versammeln sich Jesiden und Jesidinnen in Sindschar und weltweit, um dem 11. Jahrestags des Völkermords an der jesidischen Gemeinschaft zu gedenken – einer der brutalsten Gräueltaten unserer Zeit. Der Angriff wurde vom IS in einer gezielten und systematischen Aktion durchgeführt. Ihr Ziel war es, ein ganzes Volk durch Massenmorde, sexuelle Versklavung, Folter, Zwangskonversionen, die Entführung von Kindern und die Auslöschung der jesidischen Identität zu vernichten.

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Katrina Bartusis
Stellungnahme von Nadia’s Initiative zur Zwangsabschiebung einer jesidischen Familie aus Deutschland

Nadia’s Initiative ist zutiefst beunruhigt über die kürzliche Zwangsabschiebung einer jesidischen Familie aus Deutschland in den Irak – eine Maßnahme, die trotz eines gültigen Gerichtsbeschlusses zur Aussetzung der Abschiebung vollzogen wurde. Das Verwaltungsgericht Potsdam hatte eine bindende Entscheidung getroffen (VG 16 L 845/25.A), in der der aufschiebenden Wirkung der Asylklage der Familie stattgegeben wurde. Dabei wurden erhebliche rechtliche Zweifel an der Abschiebung festgestellt und eindeutig entschieden, dass die Familie nicht abgeschoben werden darf. Dennoch führten die deutschen Behörden die Abschiebung in Missachtung dieses Gerichtsbeschlusses durch.

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Rihans Geschichte von Gefangenschaft und Mut

Am Internationalen Tag zur Beseitigung von sexueller Gewalt in Konflikten erinnern wir uns daran, dass hinter jeder Statistik zu konfliktbedingter sexueller Gewalt (KSG) ein Schicksal steht. Dies ist die Geschichte von Rihan – geprägt von Gefangenschaft, Verlust, Überleben und Stärke.

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Gemeinsam für Menschlichkeit: Nadia’s Initiative ehrt den Weltflüchtlingstag 2025 in Berlin

Am 18. Juni 2025 veranstaltete Nadia’s Initiative gemeinsam mit dem Berliner Büro des UNHCR eine bewegende Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin, anlässlich des Weltflüchtlingstags, der offiziell am 20. Juni gefeiert wird.

Unter dem Motto „Austausch und Integration stärken: Geflüchtete als Mitgestalter globaler Gemeinschaften“ wurden die Stimmen und Beiträge von Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die trotz Flucht und Vertreibung als aktive Gestalterinnen, Führungspersönlichkeiten und Hoffnungsträgerinnen unsere Gesellschaft bereichern.

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Flora HAPKEMEYER
Französische Vertreter besuchen die Gedenkstätte zum Völkermord an den Jesiden und das Frauenzentrum von Nadia’s Initiative in Sindschar

Nadia’s Initiative hatte die Ehre, Isabelle Rome, die französische Sonderbotschafterin für Menschenrechte, und Generalkonsul Jean-Christophe Augé bei ihrem kürzlichen Besuch in Sindschar willkommen zu heißen. Dort besichtigten sie die Gedenkstätte zum Völkermord an den Jesiden sowie das Frauenzentrum von NI.

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Flora HAPKEMEYER
Wie Existenzsicherung und Wohnraumsanierung in Al-Qataniya Leben verändern

„Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern – aber wir können die Zukunft gestalten.”

Der Wiederaufbau nach Völkermord und Konflikt bedeutet mehr als nur Mauerwerk – es geht um Würde, Sicherheit und neue Perspektiven. In Al-Qataniya, einem mehrheitlich jesidischen Unterbezirk von Ba’aj in der Provinz Ninawa, haben Nadia’s Initiative (NI) und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) mit finanzieller Unterstützung der japanischen Regierung einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen.

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Rückblick auf das jesidische Neujahr am 16. April 2025

Die Farben des Lebens schmückten diesen besonderen Tag – so wie sie die Erde bei ihrer Erschaffung schmückten. Die bemalten Eier symbolisieren Schöpfung, Hoffnung und das Weiterleben. Das jesidische Neujahr ist nicht nur ein Fest, sondern ein Zeichen von Liebe, Erneuerung und Zusammenhalt. Mit jedem Ritual erneuern wir unser Versprechen von Widerstandskraft und Verbundenheit mit unserer Heimat. Ein neues Jahr beginnt in Sindschar – dort, wo unser Glaube tief verwurzelt ist.

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Flora HAPKEMEYER
DNA-Analyse-Kampagne hilft bei der Identifizierung von jesidischen Opfern des Völkermords

Vom 7. bis 16. Juni 2025 führte eine irakische Forensikdelegation, bestehend aus Expertinnen und Experten der Abteilung für Rechtsmedizin und der Direktion für Schutz und Angelegenheiten von Massengräbern, eine groß angelegte Kampagne zur Entnahme von DNA-Referenzproben in Deutschland durch. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit Nadia’s Initiative und der International Commission on Missing Persons (ICMP) organisiert, um die laufende Identifizierung der Opfer des Völkermords an den Jesidinnen und Jesiden voranzutreiben. Die DNA-Idenfifizierungsmaßnahmen wunden unter anderem durch die Finanzierung der Deutschen Postcode Lotterie ermöglicht.

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Überlebende treten in Dialog mit Vertretern des GDSA

Kürzlich versammelten sich Überlebende im Frauenzentrum im Sindschar, um sich mit Vertretern des General Directorate for Survivors’ Affairs (Deutsch: Abteilung für die Belange der Überlebenden) zu treffen und den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, sich Gehör zu verschaffen und über ihre aktuellen Herausforderungen zu berichten. Die vom NI-Team organisierte Veranstaltung spiegelt die Kernpunkte der Mission des Zentrums wider: Überlebende sollen informiert, befähigt und dabei unterstützt werden, ihre Rechte einzufordern - in diesem Fall die Rechte, die ihnen durch das Yazidi Survivors Law garantiert werden.

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Exhumierung von Massengräbern: Gerechtigkeit und Aufarbeitung für die Opfer des Jesidischen Genozids

Seit mehr als sieben Jahren unterstützt Nadia's Initiative Überlebende des Völkermords an den Jesiden von 2014, indem sie ihren Stimmen Gehör verschafft und Bemühungen um Gerechtigkeit, Wiederherstellung und Heilung anführt.

Beginnend Anfang 2025 und mit Unterstützung von NI – einschließlich Verpflegung, Ausrüstung, Koordination und Nutzung des Frauenzentrums – exhumierte und dokumentierte die Direktion für Massengrabangelegenheiten mehr als ein Dutzend Einzel- und Massengräber.

Dies stellte einen bedeutenden Schritt in Richtung Aufarbeitung und Abschluss für viele jesidische Familien dar.

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